Große Ostbayerische Kunstausstellung 2005
Gedanken zur „Großen Ostbayerischen Kunstausstellung 2005“
Bei der ersten Begehung der „SchlossÖkonomieGern“ vor genau zwei Jahren, sprang sofort der kreative Funke über. Der Gedanke, angeregt durch den „genius loci“ war geboren, nicht „nur“ eine gewohnte traditionelle Ausstellung auszurichten, sondern den Ort als Gesamtes in ein Ausstellungskonzept einzubinden.
Das Erleben von einfühlsam restaurierten Räumen und Gebäudekomplexen mit morbiden Charme und Charakter in ein Spannungsverhältnis zu bringen. Leer stehende Gebäude, wie den „Bullenstall“, die „Alte Mühle“ und die „Brauerei“ zu aktivieren, zu einem Austragungsort für ein gemeinsames Symposium mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem ostbayerischen Raum und Gastkünstlern aus Oberösterreich zu machen.
Die Ergebnisse des vorausgegangenen 1o - tägigen Symposiums fließen nun in die „Große Ostbayerische“ mit ein. Es ist zu hoffen, dass durch den Dialog mit dem Publikum die Bereitschaft sich für zeitgenössische oder für neuere Formen der Kunst zu öffnen, gefördert wird.
Wichtig scheint es gerade in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass sich hier, in diesem einladenden Ambiente abseits der größeren Städte, die Kunstschaffenden des Berufsverbands Bilder Künstler präsentieren und diese Ausstellung mit ganzem Engagement erarbeitet haben.
Es ergibt sich ferner durch das historische Ambiente die einmalige Gelegenheit, aktuelle Kunst im Kontext historisch gewachsener Traditionen zu erleben. Die Nähe zu der laufenden Dauerausstellung „Im Schweiße Deines Angesichts...“ gewährt einen kulturgeschichtlichen Einblick in Zeiten und Welten, da Kunst, Handwerk und Religiosität noch nahe beieinander, wenn nicht sogar identisch waren.
In Zeiten der „Restrukturierung“- sprich Kürzungen und Streichungen, tut es gut Unterstützung zu erfahren. Die Sorge um die existentielle Situation vieler Kolleginnen und Kollegen allerdings bleibt.
Die Stadt Eggenfelden, der Bezirk Niederbayern und der Bayerische Staat haben eine Lanze für die Bildende Kunst gebrochen. Ohne ihre großzügige Unterstützung wäre diese Ausstellung so nicht zustande gekommen.
Der Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz e.V. bedankt sich hiermit ausdrücklich dafür und hofft nun einerseits durch die Organisation der „Großen Ostbayerischen Kunstausstellung 2005“ sein Schärflein zur Kulturförderung in Ostbayern beizutragen
Mein Dank gilt dem Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Thomas Goppel für die Übernahme der Schirmherrschaft.
Mein Dank gilt weiterhin allen, die an dieser Ausstellung mitgewirkt und sie unterstützt haben.
Ludwig Bäuml
1.Vorsitzender
BBK Niederbayern/Oberpfalz e.V.





